Pressemitteilung vom 11.10.2026
Künstliche Intelligenz im Alltag: Die FW/UNA informierte über Chancen und Grenzen
ALTDORF - Wie lässt sich Künstliche Intelligenz (KI) bereits heute im Alltag nutzen, welche Möglichkeiten bietet sie und wo liegen ihre Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine öffentliche Informationsveranstaltung der Wählervereinigung Freie Wähler – Unabhängige Liste Altdorf e. V. (FW/UNA). Der FW/UNA-Fraktionsvorsitzende Horst Gruber begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und führte in das Thema des Abends ein. Als Referent gab Dr. Alexander Kraas unter dem Titel „Praktische Anwendung von KI im Alltag - Möglichkeiten und potentielle Stolpersteine“ einen verständlichen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Technologie.
Zu Beginn verdeutlichte Dr. Kraas, dass Künstliche Intelligenz längst ein fester Bestandteil des täglichen Lebens ist - häufig, ohne dass es den Nutzern bewusst ist. Ob bei der Navigation, in Suchmaschinen, auf dem Smartphone, bei Empfehlungen auf Streaming-Plattformen und in sozialen Medien oder beim Erkennen von Spam-E-Mails: KI begegnet uns in vielen Bereichen.
Anhand praktischer Beispiele zeigte der Referent, wie sich die Technologie gezielt einsetzen lässt. Dazu gehörten unter anderem die Planung eines Wochenendtrips, das Verfassen professioneller E-Mails und die Erzeugung von Bildern anhand von Textbeschreibungen. Dabei wurde deutlich, dass die Qualität der Ergebnisse wesentlich davon abhängt, wie eine Aufgabe formuliert wird. Je genauer die Fragestellung und je besser der bereitgestellte Kontext sind, desto hilfreicher können die Antworten der KI ausfallen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete das sogenannte Prompting – also die gezielte Formulierung von Anweisungen und Fragen an eine KI. Kraas erläuterte, wie sich durch klare Aufgabenstellungen und konkrete Angaben bessere Ergebnisse erzielen lassen. Die Beispiele machten deutlich, dass KI nicht nur für technische Fachleute interessant ist, sondern auch im privaten Alltag und im Berufsleben zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten bietet.
Der Referent ging ebenso auf die Grenzen der Technologie ein. KI könne zwar viele Aufgaben erleichtern und Zeit sparen, ihre Ergebnisse seien jedoch nicht automatisch richtig. Fakten und Quellen müssten deshalb kritisch überprüft werden. Entscheidungen und Verantwortung blieben weiterhin beim Menschen. Auch die Gefahren sogenannter Deepfakes wurden angesprochen. Dabei handelt es sich um täuschend echt wirkende Bilder, Videos oder Stimmen, die für die Verbreitung von Falschinformationen, Identitätsmissbrauch und Betrugsversuche eingesetzt werden können. Gerade deshalb sei es wichtig, Informationen nicht ungeprüft zu übernehmen und die Herkunft digitaler Inhalte kritisch zu hinterfragen.
Die zentrale Botschaft des Abends lautete: Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, das bei sinnvoller Anwendung große Vorteile bieten kann, den Menschen aber nicht ersetzt. Wer die Möglichkeiten der Technologie versteht, ihre Ergebnisse kritisch bewertet und verantwortungsvoll mit ihr umgeht, kann von ihr im Alltag und im Berufsleben profitieren.
Zum Abschluss bedankte sich der FW/UNA-Fraktionsgeschäftsführer und 2. Bürgermeister Thomas Dietz bei Dr. Alexander Kraas für seinen informativen Vortrag und verwies auf den nächsten öffentlichen Infoabend der FW/UNA am Donnerstag, 26. November um 19:30 Uhr im „Bürgertreff Altdorf“ (Obere Wehd 2) zum Thema „Keine Hochrüstung der Juraleitung & aktuelle Infos zu den Stromtrassenplanungen im Raum Altdorf“ mit Ralph Kubala und Olaf Lüttich von der BI Raumwiderstand Altdorf/Burgthann.
