Pressemitteilung vom 15.06.2012

FW/UNA-Bürgermeisterkandidatin Breitenfellner informierte sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Ehrnsperger in Hagenhausen

Die designierte FW/UNA-Bürgermeisterkandidatin Cordula Breitenfellner (links) mit Stadtrat Adalbert Loschge (2. von rechts) auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Ehrnsperger in Hagenhausen.

Altdorf - Im Rahmen einer Reihe von Firmenbesuchen stand auch der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Ehrnsperger in Hagenhausen auf dem Programm der Wählervereinigung FREIE WÄHLER – Unabhängige Liste Altdorf e. V. (FW/UNA). Der ortsansässige FW/UNA-Stadtrat Adalbert Loschge und die designierte Bürgermeisterkandidatin Cordula Breitenfellner erörterten dabei einige der Problemstellungen der hiesigen Landwirtschaft.

Seit Ende des 2. Weltkrieges habe sich allein die Zahl der in Hagenhausen ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe von ursprünglich 45 auf zwischenzeitlich vier reduziert, wovon nur noch zwei im Vollerwerb betrieben werden können. Eine Problemstellung sei dabei häufig die unwirtschaftliche Bearbeitung der nicht zusammenhängenden und oft weit auseinander liegenden Kulturflächen auch aufgrund der vor allem in Franken früher üblichen Realteilung. Daraus resultierend, mangelt es deshalb häufig auch an flächenmäßig großem Weideland und so könne kaum eine Freilandhaltung bei einem größeren Nutztierbestand, wie etwa Milchkühen, erfolgen. Anstatt der bis heute überwiegend üblichen und nur noch in der Rinderzucht erlaubten Anbindehaltung hat der Familienbetrieb Ehrnsperger schon vor langem auf Boxenlaufställe umgestellt, um den Milchkühen auf diese Weise eine größtmögliche Bewegungsfreiheit zu bieten.

Weitere Themen waren zum einen die Instandsetzung von Wirtschaftswegen im  Zuständigkeitsbereich der Stadt Altdorf als auch die fehlende Transparenz und frühzeitige Einbindung von betroffenen Landwirten beim Erstellen von Flächennutzungsplänen. „Damit die ortsansässigen landwirtschaftlichen Betriebe jedoch auch zukünftig wettbewerbsfähig  bleiben können, fehlt es hier zudem, wie in vielen anderen Altdorfer Außenorten, an schnellem Internet“, kritisiert Helmut Ehrnsperger als Ortsobmann des bayerischen Bauernverbandes den Mangel an Breitbandausbau, der mittlerweile auch für die landwirtschaftlichen Unternehmen von großer Bedeutung ist.

„Viele landwirtschaftliche Betriebe sind aufgrund der aggressiven Preispolitik der großen Handelsketten in ihrer Existenz gefährdet. Wieder mehr Dezentralisierung und Regionalisierung lautet das Gebot der Stunde. Anstatt auf die um die halbe Welt transportierte und oft noch haltbargemachte Importware an Lebensmitteln zurückgreifen zu müssen, muss der Bürger wieder vermehrt auf lokale und frische Ware zurückgreifen können. Die Direktvermarktung - zu der auch der beliebte Altdorfer Bauernmarkt gehört - stellt hier einen sehr wichtigen Baustein dar. Die Direktvermarktung bietet dem Kunden Nahrungsprodukte von höchster Qualität direkt vom Erzeuger und erfüllt damit auch eine wichtige Aufgabe in der Existenzsicherung für die heimische Landwirtschaft, die wir weiterhin dringend brauchen“, so Breitenfellner abschließend.

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